Zu einem der am stärksten boomenden Reiseziele für den Sommer 2026 zählt die kalifornische Stadt Burbank, basierend auf einer aktuellen Analyse von Google Flights. Die Auswertung untersuchte Flug-Suchanfragen für Inlandsreisen ab US-amerikanischen Flughäfen im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 31. August 2026, um Destinationen mit dem größten jährlichen Zuwachs zu bestimmen. Nach diesen Kriterien lag Burbank vor San Diego und San Francisco als Kalifornias Top-Reiseziel.
Ein Grund, warum Flüge nach Burbank Interesse wecken könnten, ist, dass der Hollywood-Burbank-Flughafen (BUR) zu den favorisierenden Flughäfen der Region Los Angeles gehört. Reisende, die lange Warteschlangen im Terminal oder Staus außerhalb des Flughafens vermeiden möchten, könnten in Erwägung ziehen, nach Burbank statt nach LAX zu fliegen. Dies könnte eine bequeme Alternative für Besucher von Orten wie Hollywood und Studio City sein. Falls dieselben Nutzer, die Google Flights nutzten, auch Google Maps konsultiert hätten, hätten sie gesehen, dass die Fahrzeit von BUR zu diesen Zielen ungefähr die Hälfte der Fahrtzeit von LAX beträgt. Im Jahr 2025 erhielt LAX zwar endlich eine Metro-Station, doch diese Nachricht dürfte nicht alle erreicht haben – Burbank war in dieser Hinsicht der Vorreiter, mit gut zugänglichen Gehwegen und Shuttles zu Metrolink-Stationen am Nord- und Südende des Flughafens.
Dennoch mag der Reiz von Burbank für Filme- und Fernsehfans auf den ersten Blick weniger offensichtlich erscheinen – besonders für Besucher, die mit der Geografie von LA nicht vertraut sind. Im Gespräch mit Visit California sagte Tom Whelan, Vorsitzender der Burbank Hospitality Association: „Ich sage den Leuten immer, wenn sie das Hollywood-Schild sehen, klettert man über diesen Hügel – dahinter liegt Burbank – und dort werden die Filme gemacht. […] Die meisten Sitcoms, Talkshows und eine Menge Filme werden alle in Burbank produziert.“
Tour durch Warner Bros. und Disneys Studios in Burbank
Mehr als hundert Jahre Film- und Fernsehgeschichte prägen die Warner Bros. Studio Tour Hollywood, die vermutlich die Hauptattraktion für Cineastinnen und Cineasten in Burbank selbst ist. Man muss kein Looney-Tunes-Fan sein, um den Wasserturm des Studios zu erkennen, der seit 1927 dort steht – im gleichen Jahr, in dem Warner Bros. Hollywood vom Stummfilmzeitalter in das Zeitalter des Tonfilms überführte, mit dem ersten Tonfilm „The Jazz Singer“. Die Tour zeigt außerdem Sets aus „The Big Bang Theory“, den Brunnen und das Café aus „Friends“, das Backlot, auf dem Szenen wie der Kuss kopfüber in „Spider-Man“ gedreht wurden, und einen Harry-Potter-Abschnitt, in dem Besucher unter dem Sorting Hat sitzen oder im Schrank unter der Treppe Zuflucht finden können. Andere Studio-Touren in und um Burbank bieten ähnliche Einblicke, aber wo sonst sieht man mehrere Batmobiles neben echten Batman-Kostümen und Requisiten?
Burbank ist außerdem Heimat von The Walt Disney Studios und dessen Soundstages, wo klassische Animations- und Live-Action-Filme wie „Cinderella“, „Mary Poppins“ und „The Jungle Book“ entstanden sind. Architekt Michael Graves verlieh dem Team Disney-Gebäude eine postmoderne Note und ließ es wie einen griechischen Tempel wirken, dessen Säulen die Sieben Zwerge darstellen. Von der Straße aus lassen sich dieses Gebäude und das Animation Building mit dem riesigen Sorcerer Mickey-Hut sehen. Mitglieder des offiziellen Disney-Fanclubs D23 erhalten bevorzugte Termine für Touren. Für Nicht-Mitglieder bietet Adventures by Disney ein sechstägiges Urlaubsprogramm mit einer geführten Besichtigung der The Walt Disney Studios und des Archive Reading Room an. Da das Paket auch Hollywood und den Disneyland Resort in Anaheim einschließt, bleibt als kleine Einschränkung, dass man in LAX oder Long Beach landen muss – nicht in Burbank.
Essen im Bob’s Big Boy und mehr von Burbank entdecken
Eine der typisch LA-Filmmomente findet sich im Bob’s Big Boy in Burbank: Michael Manns Film „Heat“ setzte hier Filmaufnahmen um. 1949 erbaut, ist dies der älteste noch erhaltene Bob’s-Standort in Amerika, und der Staat hat es als historisches Wahrzeichen wegen seiner Architektur anerkannt – sie zeigt den Übergang vom stromlinienförmigen Modernismus hin zum California-Café-Stil der 50er Jahre. Im Inneren markiert eine Plakette den Booth, in dem die Beatles während ihrer Sommertour 1965 speisten. Außen wirbt ein 70 Fuß hohes Neon-Schild dafür, dass Bob’s die Heimat des „Original Double Deck Hamburger“ sei – eine Inspiration, die später 1967 McDonald’s zum Big Mac anregen sollte. Ursprünglich ein Drive-In, veranstaltet Bob’s jeden Freitagabend eine klassische Auto-Show, und am Wochenende gibt es weiterhin Car Hop-Service. Sein Maskottchen trat auch in „Austin Powers“ auf, wo Dr. Evil in einer riesigen Big-Boy-Statue ins All schießt.
Ein weiteres Neonschild aus der Mitte des 20. Jahrhunderts prangt vor dem Safari Inn und erinnert an eine Wand des Ruhmes mit Filmen, die dort als Drehorte genutzt wurden – unter anderem „Apollo 13“ und „True Romance“. Wer eine Übernachtung braucht, findet im Safari Inn möglicherweise eine gute Option, denn es bietet kostenlose Shuttles zu den Warner Bros. Studios und zu Universal Studios Hollywood. Zwar liegt es außerhalb der eigentlichen Stadtgrenzen, doch Wahrzeichen wie Universal und der Griffith Park tauchen in Burbank-Reiseführern immer wieder auf und liegen weniger als fünf Meilen entfernt. Auf der anderen Seite des Hollywood-Schilds liegen zudem weitere berühmte Sehenswürdigkeiten in Reichweite, etwa das Dodger Stadium oder der Hollywood Walk of Fame. Für ein wirklich einzigartiges Burbank-Erlebnisziel besuchen Sie „It’s a Wrap“, einen Laden, der echte Film- und TV-Requisiten sowie Kostüme verkauft.

