Griechenland vergessen: Europäische Insel als verstecktes Juwel mit roten und schwarzen Sandstränden

Forget Greece, This European Island Is A Hidden Gem With Red And Black Sand Beaches

11. Juli 2026





Wenn Reisende an mediterrane Inseln denken, fällt der Blick meist sofort auf Griechenland. Das lässt sich gut nachvollziehen. Griechenland zählt zu den Ländern mit einigen der schönsten Inseln der Welt: Von den markant weiß getünchten Städten auf Naxos, Santorin und Mykonos in den Kykladen bis zu den üppigen Landschaften und der reichen Geschichte von Korfu, Zakynthos und Lefkada in den Ionischen Inseln. Mit rund 6.000 Inseln – von unbewohnten, felsigen Flecken wie Marathonisi bis zu großen Landmassen wie Kreta, das einst die Heimat einer ganzen Zivilisation war – gelten die idyllischen griechischen Inseln als Maßstab Europas.

Doch griechische Inseln sind nicht die einzigen Inseln, die eine Reise wert sind. Reisende, die eine spannende Alternative zu den bekannteren (und stärker frequentierten) Zielen suchen, sollten einen Blick auf Spaniens Kanarische Inseln werfen – ein reizvolles Archipel im Atlantik mit beeindruckenden roten und schwarzen Sandstränden. Besonders die kleine Insel El Hierro, die es geschafft hat, ein verborgenes Juwel zu bleiben und dem Massentourismus zu entgehen, der einige der anderen Inseln wie Teneriffa und Gran Canaria plagt. Dieses zauberhafte, winzige Inselparadies bietet dramatische vulkanische Landschaften, herrliche Strände und erstaunliche Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen – und vermittelt zugleich eine Atmosphäre von Ruhe und Gelassenheit, die man nur selten findet.

Sie ist eine relativ abgelegene Insel, und ihr kleiner Flughafen, der El Hierro Flughafen (VDE) in der Hauptstadt Valverde, wird nur von lokalen Flügen aus Teneriffa und Gran Canaria bedient. Reisende nach El Hierro erreichen die Insel am besten den Flughafen Teneriffa Süd oder den Flughafen Gran Canaria und setzen dann mit Flugzeug oder Fähre fort.

Vulkanischer Sand und atemberaubende Landschaften

El Hierro gehört zu den acht bewohnten Kanarischen Inseln und ist die zweitkleinste unter ihnen. Im 15. Jahrhundert wurde sie von Spanien erobert, zusammen mit den übrigen Inseln des Archipels, und gehört seitdem zum Königreich Spanien. Im Vergleich zu den anderen Kanarischen Inseln zeichnet sich El Hierro durch eine relative Unterentwicklung und ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit aus – teils wegen mangelnder Infrastruktur und begrenzter Unterkunftsmöglichkeiten, teils dank ihres Status als UNESCO-Biosphärenreservat.

Dieser Schutzstatus trägt wesentlich dazu bei, weshalb die Küste von El Hierro so besonders ist und zu einigen der besten Strände der Kanarischen Inseln zählt. Während Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura und sogar La Palma von gigantischen Luxushotels und Pauschalreisen bedeckt sind, bestehen Unterkünfte auf El Hierro größtenteils aus Familienbetrieben, mit nur einem Parador-Hotel an der Ostküste. Die Küste ist steiniger und rauer als auf den anderen Inseln, und die Strände wirken wilder und weniger gepflegt – was dem Ort jedoch seine ganz eigene, unwiderstehliche Ausstrahlung verleiht.

Die Strände von El Hierro sind ausgesprochen vielfältig. Surfer zieht es oft nach Cala de Timijiraque, einer winzigen, versteckten Bucht an der raueren Ostküste der Insel. Die gewaltigen Atlantikwellen sorgen für Adrenalin, während die dramatische Landschaft einfach schön anzusehen ist. Playa del Verodal besticht durch roten vulkanischen Sand und zählt damit zu den ungewöhnlichsten Stränden der Region, während Arenas Blancas mit seinem blassweißen Sand hervorsticht. Tacorón eignet sich hervorragend für Familien dank des ruhigeren, flacheren Wassers und bietet zudem einige der besten und leicht zugänglichen Schnorchelreviere der Insel im Mar de las Calmas.

Jenseits der Strände

Während die beeindruckenden schwarzen und roten Sandstrände von Vulkanismus geprägt den Kern von El Hierro bilden, gibt es auch jenseits des Strandes viel zu entdecken. An Europas Küsten zählt die Insel zu den besten Tauchzielen: Umgeben von seltenen Korallenriffen

Lukas Reinhardt