Washington Lake: Malerische Wanderwege mit anspruchsvollen Abschnitten und spektakulären Ausblicken

This Picturesque Washington Lake Offers Challenging Hiking Trails With Scenic Views

27. Februar 2026

Der Lake Ingalls ist ein unberührter Gletschersee, verborgen in der Cascade Range, mit dem Mount Stuart erhoben im Hintergrund. Doch er ist nicht leicht zu erreichen: Es gibt keine Straßen, nur einen anspruchsvollen Neun-Meilen-Weg zum Ingalls Pass. Und dennoch ist der See im Alpine Lakes Wilderness Washingtons eine recht beliebte Destination. Man versteht sofort, warum, sobald man einen Blick auf das klare, blaugrüne Wasser wirft.

Die Kaskaden sind eine Gebirgskette, die sich über 700 Meilen von Nordkalifornien bis nach Südbritisch-Kalifornien erstreckt und von vulkanischen Spitzen geprägt ist. Der aktive Mount Rainier ist der Höchste. Der rund 4.400 Meter hohe Berg liegt in den Zentralen Kaskaden, von denen weite Teile von der Alpine Lakes Wilderness in Washington bedeckt sind. Diese riesige Region mit fast 1600 Quadratkilometern wurde von Gletschern geformt und ist heute von glazial bedeckten Gipfeln und Seen geprägt, die aus Gletscherwasser entstanden. Lake Ingalls, das mehr als 1.800 Meter über dem Meeresspiegel liegt, gehört zu diesen Gletscherseen.

Um Lake Ingalls zu erreichen, ist sorgfältige Planung nötig. Man benötigt definitiv ein Auto, da der Trailhead abgelegen liegt. Man kann am Pangborn Memorial Airport (EAT) ein Fahrzeug mieten, der ungefähr 124 Kilometer entfernt ist. Der kleine Regionalflughafen erhält zwar nur Flüge aus Seattle. Die Fahrt vom Seattle-Tacoma International Airport (SEA) ist fast doppelt so lang, bietet dafür aber Nonstop-Verbindungen zu Städten weltweit. Die längere Fahrt gibt dir außerdem die Gelegenheit, Seattles oft übersehene Highlights zu entdecken.

Hike the Ingalls Way Trail

Der Trailhead zum Lake Ingalls liegt am Ende von NF-9737, einer grob asphaltierten, staubigen Strecke, die die letzten acht Meilen der Anfahrt von beiden Richtungen abdeckt. Unterwegs passieren Sie weitere Trailheads und einen Campingplatz, und am Ende der Straße wartet ein Parkplatz. Dann beginnt der Ingalls Way Trail. Es handelt sich um einen neun Meilen langen Hin- und Rückweg, der beinahe 3.000 Fuß (etwa 914 Meter) an Höhe gewinnt. Planen Sie mindestens sechs Stunden ein. Zudem müssen Sie vor dem Start online einen Northwest Forest Day Pass (5 USD) erwerben.

Dieser Trail täuscht. Er beginnt auf dem Esmeralda Basin Trail, einem leichten, gut gepflegten Pfad durch ein Tal voller Wälder und Wildblumen. In weniger als einem Kilometer erreichen Sie einen Abzweig zum Ingalls Way. Biegen Sie rechts ab und beginnen Sie sofort, bergauf zu steigen. Es täuscht wirklich. Ingalls Way lässt bald die Wälder und Wildblumen hinter sich. Serpentinen führen den felsigen Pfad hinauf. Ein weiterer Abzweig, diesmal zum Longs Pass, erscheint rechts. Geradeaus weiter und weiter aufsteigen. Sie nähern sich dem Ingalls Pass.

Dort erhalten Sie den ersten Blick auf den Mount Stuart. Obgleich viele Gipfel der Kaskaden Vulkane sind, ist er der zweithöchste Berg der Gebirgskette, der kein Vulkan ist – aber er ist von Gletschern umgeben. Sherpa-, Ice Cliff- und Stuart-Gletscher bedecken die Nordseite des fast 2.900 Meter hohen Berges. Der Lake Ingalls liegt direkt darunter.

Follow the footpath around Lake Ingalls

Es ist schwer, nicht einfach stehenzubleiben, wenn man Lake Ingalls zum ersten Mal erblickt. Das klare, blau schimmernde Wasser, vor der Kulisse der rauen Berggipfel, ist schlicht überwältigend. Der Ingalls Pass teilt sich, und zwei Wege führen hinunter zum Wasser. Die rechte Seite ist gerader, aber anspruchsvoller; der linke Pfad windet sich in die Berghänge hinein. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie unterwegs Steinböcke sehen.

Sie können direkt bis zum Ufer des Sees gehen, dessen Boden sandig ist und große Steine enthält. Das Wasser ist, wie zu erwarten, stets kühl. Zudem gibt es einen weiteren Pfad, der den See umrundet. Dieser Weg mag Ihre ohnehin schon lange Wanderung verlängern, doch die Aussicht auf die Berglandschaft lohnt sich allemal. Zumindest verläuft der Pfad relativ flach, und Sie werden wohl ständig Pausen zum Fotografieren einlegen. Da es sich um einen Hin- und Rückweg handelt, kehren Sie schließlich am Ingalls Pass wieder den Berg hinunter. Der Abstieg ist deutlich leichter als der Aufstieg.

Da Sie sich ohnehin in einer abgelegenen Ecke Washingtons befinden, lohnt sich eine längere Erkundung des Alpine Lakes Wilderness. Auf dem Rückweg Richtung Seattle lohnt sich ein Stopp am Snoqualmie Pass, einem kleinen Ort an der Westküste, der fantastische Outdoor-Winterabenteuer bietet. Gleich dahinter liegt der Snow Lake Trail, eine oft unterschätzte Alternative zum Mount Rainier. Obwohl diese Wanderung nicht annähernd so anspruchsvoll ist, führt sie zu einem weiteren wunderschönen Gletschersee. Zum Glück scheinen die Kaskaden voller solcher Seen zu sein.

Lukas Reinhardt