Die atemberaubend schönsten Roadtrips in Kalifornien: Unvergessliche Panoramas und Highlights auf der schönsten Route

An Unbelievably Scenic Route Full Of Must-See Stops Is Easily One Of California's Best Road Trips

28. Juni 2025

Lone Pine und die Alabama Hills

Ob Sie Ihre Reise im Norden oder Süden beginnen, bestimmt Ihr erstes Ziel. Vom Süden aus starten Sie entlang der Route 395 im Owens Valley in der Nähe von Lone Pine, einer kleinen Stadt, die dramatisch zwischen den Sierra Nevada und den Inyo Mountains eingebettet ist. Direkt westlich liegt der höchste Gipfel der unteren 48 Staaten — der Mount Whitney, ein Berg, den man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte. Selbst wenn Sie nicht vorhaben, den Gipfel zu erklimmen, bietet die Fahrt zum Whitney Portal Road beeindruckende Aussichten auf alpine Wälder, Granitklippen und saisonale Wasserfälle. Zahlreiche leichte Wanderwege und Picknickplätze ermöglichen es den Besuchern, die Natur zu genießen, ohne eine Kletterlizenz zu benötigen.

Östlich des Mount Whitney, nur eine kurze Fahrt von Lone Pine entfernt, liegt die Alabama Hills, eine surreal wirkende Ansammlung riesiger Felsblöcke, natürlicher Brücken und Wüstenflora. Bekannt wurde dieses Gebiet durch den Filmschauplatz für viele Hollywood-Streifen wie „Iron Man“ und „Django Unchained“. Hier ziehen nicht nur Filmemacher, sondern auch Wanderer, Fotografen und Camper, die atemberaubende Aussichten, Einsamkeit und faszinierende Gesteinsformationen suchen, an. Innerhalb des Gebiets gibt es zahlreiche Fotospots, darunter die beliebte Mobius Arch, eine natürliche Felsbrücke, die den Mount Whitney im Hintergrund rahmt (erreichbar über den 0,6 Meilen langen Mobius Arch Loop Trail). Im Ort kann man zudem das Museum of Western Film History besuchen, um mehr über die über 400 hier gedrehten Filme zu erfahren.

Kurz vor Norden, etwa eine kurze Fahrt von Lone Pine entfernt, liegt die Manzanar National Historic Site, ein ehemaliges amerikanisch-japanisches Internierungslager aus dem Zweiten Weltkrieg. Heute können Besucher durch restaurierte Baracken spazieren, den Friedhof besichtigen und im Besucherzentrum die Geschichte dieses tragischen Ortes erforschen.

Bishop und Keoughs Hot Springs

Wenn Sie im Süden starten, führt Ihre Route zunächst durch das Owens Valley in Richtung Bishop, einer lebendigen Stadt, die Outdoor-Enthusiasten vieles bietet. Ein kleiner Abstecher von Bishop bringt Sie zum Bristlecone Pine Forest, Heimat der ältesten Lebewesen der Welt, der Bristlecone Pine Bäume. Westlich des Waldes liegt der Bishop Creek Canyon mit seinen alpinen Seen wie South Lake, North Lake und Lake Sabrina, eingebettet in Pinien- und Esparsenwälder. Diese Gebiete sind Teil des John Muir Wilderness und bieten zahlreiche Wanderwege für Tages- und Mehrtagestouren. Besonders Kletterbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten: Direkt vor den Toren der Stadt befinden sich zwei weltberühmte Bouldering-Gebiete, die Buttermilk Boulders und die Happy and Sad Boulders.

Obwohl die Gegend vor allem Outdoor-Fans anzieht, ist Bishop mehr als nur ein Ausgangspunkt für Erkundungen. Es ist eine lebendige Kleinstadt, die mit farbenfrohen Wandgemälden, lokalen Geschäften und historischen Sehenswürdigkeiten überrascht. Besonders hervorzuheben ist das Laws Railroad Museum and Historic Site, das sich nur einige Kilometer außerhalb der Stadt befindet. Das Museum, das um den ursprünglichen Eisenbahndepot von 1883 errichtet wurde, zeigt über 50 denkmalgeschützte Gebäude und Schienenfahrzeuge und bietet Einblicke in das frühe Leben der Siedler.

Süds von Bishop liegt Keough’s Hot Springs, ein beliebter Erholungsort mit mehreren natürlichen heißen Quellen. Eingebettet in die malerische Berglandschaft, bieten die heißen Pools eine entspannende Auszeit. Das Gelände ist mit Picknickplätzen und einem Snack-Stand ausgestattet. Therapeutische Massageangebote runden das Angebot ab, sodass sich der Besuch als perfekt zum Abschalten nach einer langen Wanderung oder einfach als ruhiger Nachmittag eignet. Bevor Sie die Stadt verlassen, sollte ein Stopp bei Erick Schat’s Bakery auf Ihrer Liste stehen – diese lokale Institution ist berühmt für frisches Bäckereigebäck und Gebäck und ist bei Roadtripern äußerst beliebt.

Mammoth Lakes und das Devils Postpile National Monument

Der nächste große Halt entlang der Route ist Mammoth Lakes, eine Ferienregion, die ganzjährig begeistert. Im Winter verwandelt sich die Stadt in ein lebhaftes Skigebiet. Das Mammoth Mountain Ski Area bietet Hunderte von Pisten und Liften und ist deshalb ein beliebter Platz für Wintersportler. In den wärmeren Monaten ist Mammoth auch ein idealer Ausgangspunkt für Camping, Mountainbiking, Wandern, Angeln und viele andere Aktivitäten an den Seen. Unmittelbar oberhalb von Mammoth befindet sich die Lake Basin mit wunderschönen Bergseen wie Lake Mary, Twin Lakes und Lake George – alle erreichbar durch kurze Wanderungen oder malerische Autofahrten.

Rund 25 Minuten westlich liegt das einzigartige Naturhighlight, das Devils Postpile National Monument. Diese geologische Sehenswürdigkeit beeindruckt durch perfekt geformte Basaltsäulen, die vor Tausenden von Jahren durch Lavaflüsse entstanden sind. Das Monument ist gemeinsam mit dem beeindruckenden Trail zu den Rainbow Falls erreichbar – einem Wasserfall, der 101 Fuß in die San-Joaquin-Fluss abfällt – der im Sommer mit einem Shuttle besucht werden kann. In der Nähe befindet sich auch der Hot Creek Geological Site, an dem ein sprudelnder Bach durch eine geothermisch aktive Region fließt und dampfende Vents sowie blubbernde Pools bildet. Das Schwimmen ist hier nicht mehr möglich, doch die Aussicht von den Gehwegen und Aussichtsplattformen macht den Halt lohnenswert.

Das Gebiet um Mammoth gehört zur Long Valley Caldera, einer der größten vulkanischen Kalderen der Welt, und zeigt typische geologische Aktivität in der Landschaft und den heißen Quellen. Mammoth ist also mehr als nur ein Urlaubsort – es ist eine lebendige Stadt, umgeben von faszinierenden und vielfältigen Naturwundern entlang der Route.

Mono Lake, Yosemite und das Bodie Historic Park

Von Mammoth aus setzt die Reise entlang der Route 395 fort in Richtung eines der ältesten Seen Nordamerikas, dem Mono Lake. Das bekannteste Merkmal sind die Tufa Türme – surreal wirkende Kalksteinskulpturen, die den See säumen. Das Gebiet um die South Tufa Area ist barrierefrei zugänglich und bietet Spazierwege sowie Interpretationspfade, die bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen beeindruckende Spiegelungen und Fotografien ermöglichen. Aufgrund des hohen Salzgehalts im Wasser sind Sprünge ins Wasser zudem ein besonderes Erlebnis, da man hier besonders gut schwimmen kann und mit hoher Auftriebskraft gerechnet werden kann.

Bevor Sie weiter nach Norden fahren, lohnt sich ein kleiner Abstecher westwärts in den Yosemite-Nationalpark, insbesondere während des Sommers und Frühherbsts, wenn die atemberaubende Tioga Pass (Highway 120) geöffnet ist. Diese hoch gelegene Straße durchquert die Sierra Nevada und bietet eine ganz andere Sicht auf Yosemite als die stark frequentierten Talgärten. Die Route führt in die Tuolumne Meadows, eine weite Ebene mit Granitkuppeln, alpinen Seen und Flusssystemen. Obwohl Yosemite selbst eine unumgängliche Destination ist, ist diese Region ruhiger und weniger überlaufen. Hier können Wanderungen zu den Flen Aulin, den Cathedral Lakes oder dem Lembert Dome unternommen werden – alles wundervolle Orte für Naturliebhaber.

Für einen weiteren Abstecher empfiehlt sich die Fahrt nach Bodie, eine ehemals lebhafte Bergbaustadt, die heute als Geisterstadt im National Historic Park bewahrt wird. Das historisch gut erhaltene Städtchen war im späten 19. Jahrhundert eine florierende Minenstadt mit zahlreichen Kneipen, Spielhallen und einem rauen Ruf. Heute wirkt Bodie eingefroren in der Zeit, mit verfallenen Häusern, einer alten Schule und einem verwaisten Laden – ein authentischer Einblick in das Leben der Goldgräberzeit. Die Gebäude sind zwar gesichert, aber nicht restauriert, was den Eindruck der ursprünglichen Wildwest-Atmosphäre verstärkt.

Bridgeport, Lake Tahoe und der Modoc National Forest

Nachdem Sie Bodie und seine Geisterstadt hinter sich gelassen haben, führt die Route 395 nach Norden in das ruhige Städtchen Bridgeport, eingebettet in ein Hochgebirgstal, umgeben von imposanten Gipfeln und weiten Wiesen. Bekannt ist Bridgeport als Ausgangspunkt für Angler, die im East Walker River und an den Twin Lakes auf kapitale Forellenjagen gehen. Südlich der Stadt liegen die Travertine Hot Springs, eine eher primitive Variante der heißen Quellen. Hier erwarten Sie natürliche Mineralpools, eingebettet in eine unberührte Landschaft, mit weitem Blick ins Tal.

Von hier aus führt die Strecke entlang der malerischen Route zum glitzernden Lake Tahoe. Dieses riesige alpine Gewässer, das die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada bildet, ist der größte See der USA in den Bergen. Im Sommer ist Tahoe beliebtes Ziel für Wassersport, Wandern, Mountainbiking und Entspannung. Wer die Unterhaltung sucht, sollte die Südküste mit Casinos, Restaurants und Live-Events besuchen. Für eine ruhigere Naturerfahrung sind der Norden und Westen des Sees ideal, um zu Kajak zu fahren, Ski zu machen, wandern oder einfach nur die Natur zu genießen — Tahoe ist eine der schönsten Bergregionen Kaliforniens.

Fährt man noch weiter nördlich, verlässt die Route 395 die Sierra Nevada und führt in die entlegene Nordostregion Kaliforniens, in den Modoc-Nationalforst. Dieses weniger bekannte Gebiet bietet vulkanische Hochebenen, Kiefernwälder und uralte Lavafelder. Es ist ein Paradies für Naturliebhaber, mit Hunderten von Wander- und Reitwegen, einsamen Campingplätzen und einer vielfältigen Tierwelt, die von Pronghornantilopen bis zu Schwarzbären reicht. Dieses letzte Kapitel der Reise zeigt die Kontraste des Staates: eine unberührte Wildnis, die Erinnerungen daran weckt, wie groß und vielfältig Kalifornien wirklich ist.

Lukas Reinhardt