High Heels unterwegs in Paris besser zu Hause lassen
Nicht die hohen Schuhe
Hochhackige Schuhe sind bei Modefans äußerst beliebt. Sie verleihen jedem Outfit das gewisse Etwas und heben einen ansonsten schlichten Look auf ein neues Level. Viele schätzen Heels, weil sie die Körperhaltung verbessern und die Beine optisch strecken. Es wird auch gesagt, dass High Heels zu einer aufrechteren Haltung verhelfen können. Man könnte meinen, dass Paris die perfekte Gelegenheit ist, um Schuhe mit hohen Absätzen zu tragen – immerhin gilt die Stadt als Modehauptstadt der Welt. Leider sind sie beim Erkunden der Pariser Straßen wenig praktisch, weshalb es besser ist, sie beim Packen für Europa zu Hause zu lassen.
Paris ist eine Stadt voller beeindruckender Geschichte. Sie ist über 2000 Jahre alt! Im Laufe der Jahrhunderte wurden Tradition und Moderne miteinander verbunden, und viele historische Bauwerke sind erstaunlich gut erhalten. Einige Straßen der Stadt sind sogar historische Wahrzeichen: Bereits im 12. Jahrhundert wurden sie unter König Philipp II. mit Naturstein gepflastert. Heute sind viele noch immer mit Kopfsteinpflaster bedeckt, während andere mit Asphalt befestigt wurden. Dennoch kann man immer noch die alten Pflastersteine unter den Füßen spüren.
Ich habe selbst mehrmals den Fehler gemacht, an europäischen Orten auf hohen Absätzen zu laufen. Die Kopfsteinpflasterstraßen sind nicht nur wunderschön, sondern auch gefährlich. Nichts kann eine magische Nacht oder einen Tag voller Sightseeing so schnell ruinieren wie verstauchte Knöchel. Wenn man es dennoch versucht, verlangsamt einen das Wetter– und die Gegebenheiten deutlich. Es ist kaum möglich, den selbstsicheren Lauf einer Modeikone auf unebenem Untergrund zu imitieren, ohne Gefahr zu laufen, zu stürzen. Wenn du schon einmal ein Kind gesehen hast, das die High Heels seiner Eltern ausprobiert, weißt du ungefähr, wie es mir beim ersten Besuch in Paris erging: Mit meinen fünf Zoll hohen Jeffrey Campbell Pumps stolpernd durch die Stadt. Nach meinem zweiten verstauchten Knöchel habe ich mich dazu entschieden, stattdessen auf flache Schuhe umzusteigen.
Was man stattdessen einpacken sollte
Bei der Zusammenstellung der perfekten Reisegarderobe gilt es, eine Balance zwischen Komfort und Stil zu finden. Auch wenn es schade ist, auf deine Lieblings-Pumps zu verzichten, solltest du bequeme Schuhe vorziehen. Während du durch die Stadt schlenderst, wirst du feststellen, dass die meisten Pariser kaum Heels tragen. Paris ist eine fußgängerfreundliche Stadt mit einem hervorragenden öffentlichen Verkehrsnetz. Die meisten Einheimischen ziehen es vor, sich zu Fuß oder mit Bussen und U-Bahnen fortzubewegen. Das Fahren mit dem eigenen Auto dagegen ist eher die Ausnahme. Außer du hast eine Einladung zu einem Gala-Dinner oder besuchst Paris während der berühmten Fashion Week – in solchen Fällen sind Heels vielleicht doch angemessen. Für den Alltag auf der Straße sind sie jedoch weniger praktisch.
Das bedeutet keineswegs, dass du auf deinen persönlichen Stil verzichten musst. Es gibt viele schicke und bequeme Alternativen. Chelsea-Stiefel sind beispielsweise eine hervorragende Wahl, egal zu welcher Jahreszeit. Da Paris oft regnet, macht es Sinn, ein Paar aus wasserabweisendem Leder mitzunehmen, das sich auch als Regenschuhe eignet. Sie passen sowohl zu Jeans als auch zu Röcken oder Kleidern. Wenn du dir ein bisschen mehr Höhe wünschst, gibt es Modelle mit flacher Plattform oder Blockabsatz, die dir ein-, zwei Zoll hinzufügen, ohne wie klassische Heels auszusehen.
Im_pariser__Stil__sind__Ballett flats_fast__wie__ein__Statussymbol__–__sie__sind__bei__vielen__Parisianerinnen__beliebt. Für einen modischen Akzent kannst du ein zweifarbiges Paar in Schwarz und Beige wählen. Loafers, Mary Janes oder schlichte Ledersneaker sind ebenfalls sehr gefragt. Falls du dich partout nicht von Heels trennen kannst, wähle wenigstens halbhohe Modelle mit robustem Blockabsatz, um den Komfort zu maximieren.