Warum Touristen in Frankreich auf Berets verzichten sollten
Was denken Sie, wenn Sie an einen typischen Pariser oder Franzosen denken? Zu viele werden eine klischeehafte Vorstellung haben – besonders für Paris: ein gestreiftes Hemd (auch bekannt als Marinière), ein Beret auf dem Kopf und ein roter Schal um den Hals. Aber ist das wirklich immer so? Ganz bestimmt nicht. Das Tragen eines Berets, vor allem in knalligem Rot, ist etwas, das Sie unbedingt vermeiden sollten, wenn Sie nicht als Tourist auffallen möchten. Nichts signalisiert so sehr „Ich bin nur zu Besuch“ wie ein auffälliges rotes oder grelles Beret. Es ist wichtig zu wissen, dass Sie dadurch leicht Ihren Eindruck bei Einheimischen zunichte machen.
Obwohl das Beret oft mit der französischen Kultur assoziiert wird, hat es eigentlich seine Ursprünge in Griechenland, wo Seeleute es in die baskische Region brachten. Von dort wurde es später vom französischen Militär übernommen und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Symbol der nationalen Identität sowie eines Alltagsaccessoires. Heute ist das Beret in Frankreich eher eine Rarität bei den Einheimischen, da es vor allem bei Touristen als Souvenir beliebt ist. Man sieht es manchmal bei älteren Einheimischen, die es wahrscheinlich als nostalgisches Mode-Statement tragen. Modernere Pariser bevorzugen jedoch eher einen minimalistischen und klassischen Stil, mit Blazern und monochromen Farben. Wenn Sie also erwägen, während Ihres Aufenthalts in Frankreich ein Beret zu tragen, sollten Sie sich bewusst sein, welche Botschaft Sie damit unbewusst vermitteln.
Warum Sie als Besucher in Frankreich auf Berets verzichten sollten
Klischee: Das ist, was Berets heute sind. In Frankreich haben die meisten Einheimischen das klassische Kleidungsstück längst abgelegt. Es wird kaum noch getragen und wirkt auf Ihre Mitmenschen eher wie ein offenkundiges Zeichen, dass Sie ein Tourist sind — was Sie unweigerlich ins Visier nimmt. Vor allem in belebten Gegenden wie Montmartre oder entlang der Seine besteht die Gefahr, schnell zum Ziel für Taschendiebe zu werden. Das rote Beret, das in den meisten Souvenirshops zu finden ist, ist ein besonderes Warnsignal und sollte auf keinen Fall getragen werden — es ist quasi das Markenzeichen der Touristen.
Interessanterweise tragen auch manche Einheimische, besonders ältere oder südwestdeutsche, noch den klassischen französischen Beret. Meistens in dezenten Farben und in praktischen Situationen, beispielsweise im Winter als Schutz vor Kälte. Wenn Sie also während eines Frühlings- oder Sommeraufenthalts Paris besuchen, würden Sie kaum Eindruck machen, wenn Sie ein Beret tragen. Um peinliche Situationen zu vermeiden, sollten Sie auf den souvenirhaften Beret verzichten — oder ihn nur kaufen, um ihn zu Hause als Modeaccessoire zu tragen.
Was Sie anstelle des touristischen Berets tragen sollten
Um sich in Frankreich möglichst unauffällig zu bewegen, sind klassische und praktische Modeklassiker der beste Weg. Ein neutraler Trenchcoat, gut geschnittene Hosen, ein gepflegtes Hemd oder eine schlichte Bluse – all das hilft, sich stilvoll anzupassen. leichte Schals, minimalistische Hüte oder Caps sowie bequeme Schuhe wie Ballerinas oder Sandalen lassen Sie eleganten Pariser Chic ausstrahlen, ohne dass Sie aufsehenerregend wirken.
Der Schlüssel liegt darin, dezente Eleganz zu zeigen, anstatt auf auffällige oder knallige Mode zu setzen. Es empfiehlt sich, große Hüte, auffällige Logos, ausgefallene Accessoires oder schreiende Muster zu meiden. Falls Sie dennoch unbedingt einen Beret tragen möchten, wählen Sie eine dezente, unifarbene Variante, beispielsweise in Schwarz oder Marineblau aus Wolle. Wichtig ist auch, den Beret nicht in Souvenirshops zu kaufen, sondern nur als winterliches Accessoire zu verwenden. So können Sie Ihre Liebe zu Berets ausleben, ohne in die Touristenfalle zu tappen. Und das Beste: Wenn Sie unauffällig bleiben, vermeiden Sie auch die Gefahr, Opfer eines Taschendiebs zu werden.

