Kanada ist ein Land voller abwechslungsreicher Landschaften, beeindruckender Schönheit und spektakulärer Nationalparks, die unendliche Möglichkeiten für Abenteuer bieten. Man kann eine Roadtrip durch Kanada unternehmen, der die meisten seiner atemberaubenden Nationalparks umfasst, darunter den bekannten Banff-Nationalpark, und dabei unvergleichliche Szenerien und Naturwunder erleben. Doch dabei trifft man häufig auf Menschenmassen – Banff verzeichnet jährlich über 4 Millionen Besucher. Weiter westlich und an der Küste befindet sich der Pacific Rim National Park, der ebenfalls lebhaft besucht wird, mit rund einer Million Besucher pro Jahr. Aber was, wenn es einen ähnlichen Park gäbe, der nur halb so viele Touristen jährlich anzieht? Mit einem seltenen mediterranen Klima, unberührten felsigen Küstenlinien, faszinierender Tierwelt und zahlreichen Freizeitangeboten? Glücklicherweise existiert ein solcher Park in Kanada: Der Gulf Islands National Park Reserve im Süden des wunderschönen British Columbia.
Nur 30 Minuten nördlich von Victoria, B.C., liegt der Gulf Islands Park, ein 6.000 Hektar großes Reservat, das aus mehreren Inseln, Eilanden und Riffen besteht. Mit atemberaubenden Aussichten auf den Georgia Strait und die Salish Sea bietet dieser Park unendliche Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten und großartiges Tierbeobachten – und das alles abseits der großen Menschenmengen. Zahlreiche Wanderwege laden zu Erkundungen ein, es gibt Angebote zum Bootfahren und Kajakfahren, Campgrounds und vieles mehr, was diesen beeindruckenden Park zu einem besonderen Erlebnis macht.
Was kann man im Gulf Islands Nationalparkreservat unternehmen?
Der Gulf Islands Nationalpark gehört zu den schönsten Orten Kanadas. Insgesamt bestehen 15 Inseln im Park, doch die vier größten und gut zugänglichen sind Saturna Island, Mayne Island, North Pender Island und South Pender Island. Wanderungen sind eine hervorragende Möglichkeit, die natürliche Schönheit und vielfältige Tierwelt der Region zu erleben. Auf South Pender Island empfiehlt sich die 2,5 km lange Mount Norman Route, die einen Rundumblick auf die Salish Sea gewährt. Auf Mayne Island führt der Mount Parke Loop durch dichte Wälder entlang der Küste – perfekt für Naturliebhaber.
Für begeisterte Kajakfahrer ist dieses Gebiet ein wahres Paradies. Es gibt sogar Campingplätze, die nur vom Wasser aus zugänglich sind! Keine Sorge, wenn Sie kein eigenes Kajak besitzen – auf den Inseln gibt es mehrere Anbieter, die Touren und Ausrüstung bereitstellen, sodass Sie Ihre beeindruckende Reise vorbereiten können. Die Gewässer um den Park sind meist gut geschützt und selten rau genug für große Wellen, was die Aktivitäten angenehm macht.
Ein Highlight des Gulf Islands Nationalparkreservats ist die vielfältige Tierwelt, darunter 15 vom Aussterben bedrohte Arten und viele weitere bedrohte Tiere. Hier leben Vögel wie Adlern und Falken, Meeressäuger wie Seelöwen und Schweinswale sowie Landtiere wie Hirsche, Mink und Otter. Ein absolutes Muss ist die Begegnung mit den beeindruckendsten Meeresriesen, den Orcas. Besonders an der East Point auf Saturna Island kann man diese majestätischen Wale am besten beobachten. Hier und an anderen bekannten Orten im Park bieten Guides und Anbieter spezielle Touren an, um diese faszinierenden Kreaturen in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.
Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten im Gulf Islands Nationalparkreservat
Die Anreise ist trotz der isolierten Lage der Inseln recht einfach. Vier der Inseln sind per Fähre erreichbar, entweder von Vancouver Island oder von Vancouver, wo Sie möglicherweise sogar Prominente sehen könnten. Wenn Sie von weiter weg anreisen, fliegen Sie am besten zum Vancouver International Airport, Kanadas zweitgrößtem Flughafen. Von dort aus können Sie eine Fähre vom Tsawwassen-Hafen zu mehreren Inseln im Park nehmen, darunter Mayne Island und die Pender-Inseln. Alternativ ist es auch möglich, nach Victoria auf Vancouver Island zu fliegen und von dort aus weitere Inseln wie Saturna zu erreichen. Die beste Reisezeit ist die trockene, warme Jahreszeit zwischen Mai und Oktober.
Das Campen ist eine beliebte Möglichkeit, den Park zu erleben. Die Gulf Islands verfügen über mehrere Campingplätze, die über die gesamte Region verteilt sind. Der bekannteste und am besten ausgestattete ist der Campingplatz auf Vancouver Island namens Smonećten mit knapp 50 Stellplätzen. Er ist während der Trockenzeit geöffnet, und es ist ratsam, im Voraus zu reservieren. Weitere Campingplätze befinden sich auf verschiedenen Inseln, manche sind gut erschlossen und mit Straßen erreichbar, während andere nur mit privaten Booten oder Kajaks zugänglich sind, wie etwa die Plätze in James Bay und Isle-de-Lis/Rum Island.
Wer es lieber komfortabel mag, kann sich auch in Hotels oder Resorts einquartieren. Für einen luxuriösen Aufenthalt bieten sich das Mayne Island Resort oder das Poet’s Cove Resort and Spa auf South Pender Island an. Alternativ können Sie auch in der wunderschönen Stadt Victoria übernachten und die Inseln in Tagesausflügen erkunden. Unabhängig von der Übernachtungsmöglichkeit ist ein Besuch im Gulf Islands Nationalpark eine hervorragende Gelegenheit, den Menschenmassen zu entfliehen und die Natur in ihrer unberührten Schönheit zu genießen.