Malerischer Wanderweg in Hawaii: Tropischer Spaziergang durch eine majestätische Bambuswaldlandschaft

A Picturesque Trail In Hawaii Offers A Tropical Stroll Through A Towering Bamboo Forest

23. Juni 2025

Wenn Sie sich nur für eine tropische Paradiesinsel in Ihrem Leben entscheiden könnten, wäre Haleakalā-Nationalpark eine ausgezeichnete Wahl. Diese Region zeichnet sich durch sanfte, vulkanische Hügellandschaften, eine vielfältige Vogelwelt und 48 Kilometer Wanderwege aus. Campen ist auf einigen Campingplätzen möglich, anschließend können Sie den Tag mit einem der berühmtesten Sonnenaufgänge Hawaiis beginnen; bei klarem Himmel verstehen Sie sofort, warum Haleakalā im Hawaiianischen „Haus der Sonne“ heißt.

Für die meisten Aktivitäten ist eine vorherige Reservierung notwendig, was zwar lästig sein kann, aber vom Nationalpark-Dienst so eingerichtet wurde, um die Besucherzahlen zu steuern. Dennoch zieht der Park jährlich über eine Million Gäste an. Der Haleakalā liegt an der Ostküste von Maui, nur etwa eine Stunde mit dem Auto vom Kahului-Flughafen entfernt, dem wichtigsten Eingangspunkt der Insel.

Man könnte tagelang den Haleakalā erkunden, doch wenn die Zeit knapp ist, empfiehlt sich der Pipiwai-Wanderweg, eine etwa vier Meilen lange Hin- und Rückwanderung an der Ostseite. Die Tour dauert in der Regel zwischen zwei und vier Stunden und gilt als „mäßig anspruchsvoll“. Dafür erhält man allerdings einiges im Gegenzug: Der Weg führt durch beeindruckende Regenwalderlebnisse, ein märchenhaftes Bambuswaldstück und endet bei einem Wasserfall, der direkt einem Kinofilm entsprungen zu sein scheint. Der Pipiwai-Weg ist die beste Vorstellung von ländlicher Natur in Maui und eignet sich sowohl für erfahrene als auch für unerfahrene Wanderer. Es lohnt sich, ihn auf die Liste der abenteuerlichen Aktivitäten auf Maui zu setzen.

Den Pipiwai-Wanderweg finden und erkunden

Der Startpunkt des Pipiwai-Wanderwegs liegt an der Ostküste von Maui, direkt neben dem Küstencampground Kipahulu. Viele Besucher entscheiden sich, hier über Nacht zu campen, um den Tag anschließend für die Wanderung zu nutzen. Für den Eintritt in den Haleakalā-Nationalpark ist eine Gebühr von 30 US-Dollar pro Fahrzeug zu entrichten, diese gilt für drei Tage. Es ist ratsam, gut vorbereitet zu sein: Die Strecke kann sonnig und heiß sein, zudem sind Insekten häufig vertreten – Sonnenschutz, Wasser und Insektenschutz sind daher empfehlenswert. Ebenso sollten robuste Schuhe getragen werden, da der Weg überwiegend uneben ist und viele Steine sowie Wurzeln aufweist. Während der Wanderung steigt man etwa 240 Meter an.

Zu den Highlights zählt ein Felsabgrund mit Blick auf den Makakiku-Wasserfall, der fast 60 Meter tief in eine üppige Schlucht stürzt, sowie ein mächtiger Banyanbaum, der seit über einem Jahrhundert an dieser Stelle verwurzelt ist und einen Durchmesser von 18 Metern misst. Über Brücken und vorbei an Wasserfällen gelangt man zum Bambuswald, der von dichtem Grün umgeben ist. Hier haben Wanderer, die schon in Japan waren, Vergleiche gezogen zu Arashiyama in Kyoto, das für seinen friedlichen Spaziergang durch einen atemberaubenden Bambuswald bekannt ist. Das Finale der Route bildet Waimoku-Wasserfall, bei dem Wasser 122 Meter lange, moosbedeckte Felsrinnen hinabstürzt, eingerahmt von dichtem Wald.

Der Rückweg gestaltet sich oft genauso herausfordernd wie die Anreise, besonders an heißen oder regnerischen Tagen. Vorsicht vor herabfallenden Steinen, glatten Oberflächen und nach Unwettern möglichen Überschwemmungen ist geboten. Auch wenn man oft anderen Wanderern begegnet, ist es ratsam, diese Tour mindestens zu zweit zu unternehmen, selbst bei optimalen Bedingungen.

Sehenswürdigkeiten an der Ostküste Maui

Der Pipiwai-Weg ist eine eindrucksvolle Reise, die eine Anfahrt erfordert – entweder durch eine geführte Tour oder indem man ein Auto am Flughafen Kahului mietet. Es ist jedoch eine Reise, die man nicht verpassen sollte: Der Pipiwai-Weg liegt auf dem sogenannten „Road to Hana“, einer berühmten Straße, die sich entlang der Küste schlängelt und spektakuläre Klippen und Wälder umgibt.

Die 80 Kilometer lange Strecke ist voller Kurven – rund 600 an der Zahl – und bietet unzählige Möglichkeiten, unterwegs anzuhalten: Strände, Wasserfälle, Schwimmbecken, Surfspots und Aussichtspunkte warten auf Entdeckung. Auf dem Weg durchquert man das kleine Städtchen Paia, das als beliebter Treffpunkt für Hippies und Wellenreiter gilt. Hier gibt es zahlreiche Restaurants und Serviceeinrichtungen, bevor es in den ländlichen Osten Maui’s weitergeht.

Die Straße ist nach Hana benannt, einem etwa 600 Einwohner zählenden Ort, der über mehrere Hotels und Resorts verfügt. Für viele ist ein Aufenthalt in Hana eine teure Angelegenheit, da die Übernachtungskosten oft in den hohen Hunderterbereich pro Nacht gehen. Für Reisende, die Hawaii zum ersten Mal besuchen, sollten die hohen Preise ein Warnsignal sein, weshalb Camping eine attraktive Alternative darstellt. Um dicht gedrängte Touristenmassen und teure Saisonpreise zu vermeiden, empfiehlt es sich, Maui im Herbst zu besuchen, wenn weniger Touristen unterwegs sind.

Lukas Reinhardt