Der Bundesstaat Oklahoma, auch bekannt als „Schneller-Status“, besticht durch eine reiche Geschichte und unzählige spannende Outdoor-Aktivitäten. Von seinen Anfängen als lebendige Grenzkolonie über das lebendige Bricktown in Oklahoma City bis hin zum innovativen The Gathering Place in Tulsa, vom Naturschutzgebiet Wichita Mountains bis zu diesem weniger bekannten Naturwunder – dem Alabaster Caves State Park – bietet der Bundesstaat eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen. Für Geschichtsinteressierte ebenso wie für Naturliebhaber gibt es hier viel zu entdecken. Was jedoch den meisten Menschen kaum bekannt ist: Oklahoma ist auch die Heimat der Alabaster-Höhlen, eine der größten natürlichen Gips-Höhlen weltweit.
Versteckt im Nordwesten von Oklahoma, westlich der Salt Plains, liegt der Alabaster Caverns State Park im Woods County, in der Nähe von Freedom. Dieser Park ist ein Muss für Outdoorsportler, weil er außergewöhnliche geologische Besonderheiten aufweist. So findet man etwa in anderen Ländern unterschiedliche Arten von Alpasta, jedoch ist die seltene schwarze Alabaster-Variante nur in China, Italien und genau hier in Oklahoma zu finden. Die Entstehung der Alabaster-Höhlen reicht zurück bis in die Perm-Zeit, als das Gebiet noch unter einer Binnensee lag. Später verdampfte das Wasser im Meer, wodurch riesige Lagerstätten von Gips zurückblieben. Durch tektonische Bewegungen wurde das Gips-Sediment nach oben geschoben, in die Nähe der Oberfläche, und im Lauf der Zeit wurden einige Stellen durch Wassererosion zu beeindruckenden Höhlen und Tunneln geformt.
Entdecke eine der größten Gips-Höhlen der Welt
Die Höhlen im Alabaster Caves State Park bieten Naturliebhabern die Gelegenheit, eine seltene Form der Höhlen mit rosa, weißen und der seltenen schwarzen Alabaster-Gips zu erkunden. Das Hauptgrotte ist fast einen Kilometer lang, mit einer maximalen Breite von 18 Metern und einer Höhe von bis zu 15 Metern. Beim Erkunden der Höhlen stößt man auf verzweigte Gänge und Kammern, darunter die sogenannten Crystal Vault, die Devil’s Kitchen und den Ship’s Pro.
Die etwa 200 Millionen Jahre alte Höhle beherbergt zudem fünf verschiedene Fledermausarten, darunter die Ost-Pipistrell, die Höhlen-Myotis und die West-Großbraune Fledermaus. Wer also Fledermausbeobachtungen liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Täglich werden geführte 45-minütige Touren durch die Höhle angeboten, von 9 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags. Die Kosten richten sich nach dem Alter: Kinder unter fünf Jahren dürfen kostenlos teilnehmen, für Kinder von sechs bis zwölf Jahren kosten die Touren 7 $, für Jugendliche und Erwachsene zwischen 13 und 61 Jahren 10 $, und Senioren über 61 Jahre zahlen 8 $. Maximal 40 Personen können an einer Tour teilnehmen.
Abenteuerlustige können zudem Speläologie oder Wildcaving in vier verschiedenen Höhlen im Park zwischen 8 Uhr morgens und 15 Uhr nachmittags erleben. Für das Betreten der Höhlen ist eine Genehmigung erforderlich, die circa 8 $ kostet. Während die Höhlen nicht als besonders gefährlich gelten, sollten nur erfahrene Höhlenforscher sie erkunden. Es ist ratsam, mit einem Guide zu gehen, wenn man unerfahren ist. Der Alabaster Caves State Park bietet zudem Einrichtungen wie Picknickplätze, Wanderwege, Gruppenschutzhütten, Beachvolleyballfelder, Campingplätze und ein Hufeisenspielfeld. Es gibt auch eine Vielzahl von Zelt- und Wohnmobilstellplätzen, die im Voraus reserviert werden können, falls man die Natur bei Nacht und unter dem Sternenhimmel erleben möchte.
Was man beim Besuch beachten sollte und die beste Zeit für einen Aufenthalt
Da die Höhle das ganze Jahr über eine Temperatur von etwa 13 bis 16 °C (55–60 °F) hält, empfiehlt es sich, in mehreren Schichten gekleidet zu sein und bequeme Schuhe zu tragen. In der Höhle gibt es teilweise glatte Oberflächen, und es sind Treppen zu überwinden, weshalb Schuhe mit gutem Halt sinnvoll sind. Was die beste Besuchszeit betrifft, hängt diese von den gewünschten Aktivitäten ab. Will man beispielsweise die mexikanischen Freibrief-Fledermäuse bei ihrer Jungenaufzucht beobachten, ist die Zeit zwischen Juli und August ideal. Dann kommen die Fledermäuse in die Höhle, um ihre Jungen aufzuziehen.
Während der Sommermonate kann man bei speziellen Führungen, die vom Oklahoma Department of Wildlife Conservation organisiert werden, Tausende von fliegenden Fledermäusen beobachten, die nachts die Höhle verlassen – immer freitags und samstags. Für Besucher, die mildere Temperaturen bevorzugen und die natürliche Schönheit des Parks genießen möchten, ist die beste Reisezeit zwischen März und November. Die späten Nachmittage und frühen Morgenstunden bieten ein warmes, goldenes Licht, das sich hervorragend für Naturfotografie eignet. Für noch mehr Outdoor-Erlebnisse in der Nähe empfiehlt sich ein Abstecher in den größten Bundesstaatpark Oklahoma, der auf jeden Fall auf der Liste einer jeden Familie stehen sollte.