Der Besuch ikonischer europäischer Stadtzentren gehört definitiv auf die To-Do-Liste jedes Reisenden, und dank des hervorragenden Bahnnetzes des Kontinents ist es durchaus möglich, während eines Urlaubs mehrere Städte zu besuchen. Tatsächlich verlockt es viele Reisende, in einer einzigen Reise so viele beliebte europäische Städte wie möglich abzuhaken. Wer aber schon eine solche Reise unternommen hat, weiß, wie ermüdend sie sein kann.
Der europäische Reiseexperte Rick Steves liebt Städte der Weltklasse wie Paris, London, Rom und Istanbul, die er als die besten Europas bezeichnet. Dennoch empfiehlt er, die Reise zwischen großen Städten zu unterbrechen und Zwischenstopps in weniger bekannten Orten einzulegen. Konkret plädiert er dafür, Zeit zu investieren, um zwischen den Metropolen charmante ländliche Städtchen zu entdecken.
„Wechseln Sie intensive Großstädte mit Dörfern und ländlicher Umgebung ab. Zum Beispiel könnte man eine Reise von Venedig über Florenz nach Rom mit entspannten Tagen in Italiens Hügelstädten oder an der Italienischen Riviera verbinden“, schrieb Steves in einem Artikel mit dem Titel „Europe Trip Itinerary Tips“. Laut Steves bekommt man so ein besseres Gefühl für das Land, das man besucht, und man genießt wahrscheinlich eine wohltuende Pause von den Touristenmassen in den Großstädten.
Break up visits to big European cities with stops in country villages
„Wenn man Italien nicht an Rome misst, entspricht das derselben Logik wie Amerika nicht nur nach New York zu messen“, schrieb Rick Steves in seinem Fundus von Reisetipps. Er macht damit einen wichtigen Punkt, den Reisende bei Planungen für Europa-Stops im Kopf behalten sollten: Statt sich nur auf die großen Attraktionen zu stürzen, lohnt es sich, auch weniger bekannte Orte einzubeziehen, um ein authentischeres Europa-Gefühl zu bekommen.
Um eine ausgewogene Urlaubsgestaltung zu ermöglichen, empfiehlt es sich, die Route zwischen den Großstädten zunächst auf einer Karte zu skizzieren und entlang des Weges nach kleinen Orten Ausschau zu halten. In einem Artikel über ländliche Rückzugsorte in Italien rät Steves dazu, eine Unterkunft zu wählen, die mehr Erlebnis bietet – etwa eine traditionelle, gemütliche Übernachtungsmöglichkeit auf dem Land oder ein Agriturismo —, ein bewirtschafteter Hof, der Gäste beherbergt.
Vielleicht spricht Sie dieser Reisestil so an, dass Sie statt Bahntickets lieber einen Mietwagen bevorzugen. Ein eigenes Fahrzeug schenkt Ihnen mehr Freiheit und Flexibilität, sodass Sie in reizvolle Dörfer abbiegen können, die Ihnen unterwegs ins Auge fallen. „Wenn Sie mit dem Auto reisen, nutzen Sie Ihre Mobilität, um abgelegene Strecken jenseits der üblichen Touristenpfade zu erkunden. Das Europa abseits der Schienennetze ist oft günstiger und wirkt deutlich ruhiger und entspannter“, so Steves in einem Artikel mit dem Titel „Traveling Against the Crowd in Europe“. Ein Rat, den man durchaus beherzigen sollte.
