Das Mittelmeer Europas ist reich an reizvollen Inseln – perfekt für eine romantische Auszeit. Von Sizilien, der lebhaften, bunten Insel mit dem besten Essen Italiens, bis Kreta, mit seinem mythischen Labyrinth und den beeindruckenden antiken Stätten, gibt es überall atemberaubende Orte für eine klassische mediterrane Inselreise.
Manchmal bleibt Malta im Schatten von Inseln in Spanien, Griechenland oder Italien, wie Mallorca, Korfu oder Sardinien. Doch Malta zählt zu den unterschätzten Juwelen Europas. Dieses hübsche, felsige Stück Land besitzt eine reiche und fesselnde Geschichte; seine geografische Lage zwischen Europa und Afrika machte es im Laufe der Jahrhunderte strategisch wichtig und oft umkämpft von Europas Großmächten. Der Tourismus in Malta wird häufig mit Luxusreisen assoziiert – dank prachtvoller historischer Villen, herrschaftlicher Herrenhäuser, beeindruckender Hotels, traumhafter Strände und vergleichsweise legerer Steuergesetze. In den letzten Jahren haben Malta und seine unterschätzte mediterrane Nachbarinsel Gozo jedoch Anerkennung als ideales Reiseziel für Alleinreisende gefunden, die Sonne, Meer und Sicherheit suchen.
Malta liegt etwa 80 Kilometer südlich von Sizilien im Mittelmeer, östlich von Tunesien und nördlich von Libyen. Die Anreise ist recht unkompliziert: Der Malta International Airport befindet sich direkt südlich der Hauptstadt Valletta, und ein Taxi bringt Sie in rund 20 Minuten ins Stadtzentrum oder quer über die Insel in knapp einer Stunde. Abenteuerlustige Reisende können auch die Fährverbindung von Pozzallo im Süden Siziliens nach Valletta wählen; die Fahrt dauert rund eine Stunde 45 Minuten, fünf Verbindungen pro Tag.
Was Malta zu einem guten Reiseziel für Alleinreisende macht?
Malta besticht durch atemberaubende historische Architektur, malerische felsige Badebuchten, herrliche Landschaften, die sich hervorragend zum Wandern eignen, sowie ausgezeichnete gastronomische Angebote. Es ist ein wunderbares Reiseziel für alle Arten von Reisenden, doch besitzt es Eigenschaften, die es besonders attraktiv für Alleinreisende machen.
Am wichtigsten ist, dass es sich um ein extrem sicheres Reiseland handelt, was es ideal für Alleinreisende macht – insbesondere für Frauen, die alleine unterwegs sind. Der World Justice Project führt Malta im Jahr 2025 auf Rang 12 in Sachen Ordnung und Sicherheit unter 143 Ländern und vergleicht es mit Orten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong und Finnland. Mit zu den niedrigsten Kriminalitätsraten in Europa gehört fast keine Gewaltverbrechen, und die wenigen Tötungsdelikte verfügen über eine nahezu vollständige Aufklärungsrate. Reddit-Nutzer u/Third_eye1017 berichtet: „War diesen Sommer alleine dort und hatte eine großartige Zeit. Ich habe alle drei Inseln besucht (sehr zu empfehlen!). Comino ist wunderschön – kommt früh dahin, damit man die Lagune sehen kann, bevor der Ort aus dem Ruder läuft. Rund um die Insel wandern und ruhigere Plätze finden war mein Lieblingsteil meiner acht Tage in Malta. Habe mich zu keiner Zeit unsicher gefühlt (ich bin abends nicht in Clubs gegangen). Oft war ich mitten im Nirgendwo Maltas, auf dem Weg zu einem Wanderweg, und fühlte mich erneut absolut sicher.“
Als Mitglied der Europäischen Union ist Malta äußerst gut zugänglich und lässt sich problemlos mit weiteren Reisen durch Europa kombinieren, ohne dass zusätzliche Visa oder komplizierte Grenzüberquerungen nötig wären. Es ist außerdem ein englischsprachiges Land, was das Erkunden und Genießen mühelos macht. Zudem ist Malta eine kleine Insel mit gutem, zugänglichem und zuverlässigem öffentlichen Nahverkehr, was es besonders einfach macht, sich als Alleinreisender fortzubewegen.
Die besten Dinge, die man in Malta sehen sollte
Der Großteil der Alleinreisenden beginnt ihr Malta-Abenteuer in der wunderbaren Hauptstadt Valletta, einer der besten Städte Europas für Geschichtsbegeisterte. Diese winzige, befestigte Stadt steckt voller beeindruckender Barockarchitektur und historischer Bauwerke und ist ein echter Schatz zum Erkunden. Gegründet 1566 von den Rittern des Ordens St. Johannes (im Allgemeinen als Ritter Hospitaller bekannt), diente sie lange Zeit als operationsbasierte Stadt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, wurde kurzzeitig von den Franzosen besetzt, fiel dann unter britische Herrschaft bis zur Unabhängigkeit Maltas im Jahr 1964. Obwohl sie klein ist, strotzt Valletta vor Sehenswürdigkeiten – von der prunkvollen Barockpracht der St.-Johannes-Kathedrale bis zur atemberaubenden Schönheit der Barrakka-Gärten, vom Grand Harbour bis zum historischen Großmeisterpalast.
Jenseits von Valletta bietet die Insel noch zahlreiche wunderbare Attraktionen. Die Blaue Grotte gehört zu den bekanntesten Highlights – eine spektakuläre Meereshöhle, berühmt für ihr auffälliges, blaues Wasser. Es gibt herausragende Wanderwege, und Maltas felsige Kalksteinlandschaft macht das Spazierengehen zu einer wahren Freude. Einen Besuch wert ist auch der prähistorische Tempel Ħaġar Qim, die älteste archäologische Stätte Maltas mit mehr als 5.000 Jahren Geschichte!
Außerdem lohnt sich eine kurze Bootsfahrt zur Nachbarinsel Gozo, Maltas Schwesterinsel. Gozo ist kleiner, ruhiger und in vielerlei Hinsicht noch reizvoller als Malta selbst – ein perfekter Ort, um einen ruhigen Platz zu finden, ins Meer zu tauchen und vom felsigen Ufer zu schwimmen. Reiselustige Besucher gaben früher dem Azure Window einen Besuch ab, einem Kalksteinbogen, der nach einem Sturm ins Wasser stürzte und nun eine beeindruckende Unterwasserlandschaft bildet – eine hervorragende Option für begeisterte Taucher.

