Weniger bekannter europäischer Nationalpark – Ein Küstenparadies mit spektakulären Sanddünen

31. Januar 2026

Wenn Sie einen Strandurlaub in Europa planen, fallen Ihnen wahrscheinlich Italien, Spanien und Griechenland ein. Polen steht vielleicht nicht sofort auf dem Radar, doch es sollte, denn dieses mitteleuropäische Land bietet rund 770 Kilometer atemberaubende Ostseeküste und eine der markantesten Küstenlandschaften des Kontinents. Ein leuchtendes Beispiel hierfür ist der Słowiński-Nationalpark, der in Polen für seine gewaltigen, sich ständig verändernden Sanddünen bekannt ist, die jedes Jahr bis zu etwa 9 Metern vorrücken und darunter liegende Landschaften bedecken oder freilegen.

Bislang ist Słowiński (ausgesprochen swo-VIN-ski) dem Großteil internationaler Touristen entlegen geblieben, doch mit dem scheinbar dauerhaft bestehenden Trend der „Coolcation“ könnte sich das bald ändern. Die Juli-Temperaturen liegen bei angenehmen Höchstwerten um die 21 °C, und im Hochsommer weist Słowiński mehr als 17 Stunden Tageslicht auf. Mit anderen Worten: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Sommerreise nach Polen zu planen, bevor das Geheimnis gelüftet wird.

Was man im Słowiński-Nationalpark erleben kann

Wenn Sie Fans der imposanten weißen Sanddünen im White Sands National Park in New Mexico sind, werden Sie Słowiński umso mehr lieben. Die Hauptattraktion des Parks sind die Dünen, die bekanntesten heißen Łącka, und sie können bis zu etwa 40 Metern hoch sein; sie rücken durch die oft starken Winde kontinuierlich über die Landschaft hinweg. Man erreicht sie über eine landschaftlich reizvolle Wanderung von ca. 4,8 Kilometern oder mit einem Elektrokarren durch den Wald vom nahegelegenen Dorf Rąbka aus.

Doch Słowiński ist nicht nur von Dünen geprägt. Man kann den Leuchtturm von Czołpino besuchen und einen versunkenen Wald am Strand entdecken, wo Baumstümpfe durch den Sand fast verschlungen wurden. Dutzende Kilometer Wanderwege schlängeln sich durch den Park, unter der schattigen Baumkronen der Wälder und um die Seen, die das Gebiet prägen. Der Łebsko-See – Polens drittgrößter See – bietet Bootstouren an, die Sie zu zwei der wichtigsten Attraktionen des Parks bringen.

Anreise zum Słowiński-Nationalpark und Erkundung der Ostseeküste

Der Słowiński-Nationalpark ist am besten mit dem Auto von Gdańsk aus erreichbar, einer Stadt, die Rick Steves als Europas größtes noch unentdecktes Reiseziel bezeichnet hat. Der Flughafen von Gdańsk wird von Flügen aus ganz Europa bedient, und die Stadt ist per Bahn von anderen größeren polnischen Ballungszentren gut erreichbar. Von Gdańsk aus dauert die Autofahrt durch eine ruhige Landschaft etwa zwei Stunden bis zum Nationalpark. Der nächste Ort ist Łeba (WEB-a), wo Sie eine Reihe von Unterkunftsoptionen finden, darunter Hotels, private Unterkünfte und Campingplätze.

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, nutzen Sie die Gelegenheit, weiter entlang der polnischen Küste zu erkunden. Westlich davon erstreckt sich die hübsche Stadt Ustka mit einer angenehmen Promenade, einem lebhaften Fischmarkt und einem Hafen, in dem kleine Fischerboote und piratenartige Galeeren zu Seetouren einladen. Östlich davon stoßen Sie auf die Hel-Halbinsel, eine ausgedehnte Sandzunge in die Ostsee hinein. Trotz ihres Namens ist sie eher ein Paradies für Strandliebhaber und bietet weiß sandige Strände, die von Kiefernwäldern gesäumt sind, mit der tosenden See auf der einen Seite und der ruhigen Puck-Bucht auf der anderen.

Lukas Reinhardt