Flucht vor den Menschenmassen in Kawasaki
Das Kawasaki erstreckt sich entlang des Tama-Flusses und entstand ursprünglich als Poststation auf der Tokaido, die Tokyo (damals Edo) mit Kyoto verband. Seine Lage an einem der wichtigsten Wasserwege sowie die Nähe zu Tokyo Bay haben seine Rolle als industrielle Hochburg Japans gesichert – eine Tradition, die noch heute sichtbar ist.
Die Stadt bewahrt ihre historische Verbindung durch den Kawasaki Daishi Heikenji Tempel. Dieser farbenfrohe buddhistische Tempel wurde im Jahr 1128 gegründet und gilt als Kraftort gegen Unglück und böse Geister. Besonders einzigartig ist ein Raum im Tempel, in dem Menschen um sicheres Fahren bitten – ein beliebter Ort vor allem für Taxifahrer.
In Kawasaki findet man hochwertige Museen, eine moderne Kunstszene sowie ein pulsierendes Einkaufs-, Gastronomie- und Nachtleben-Viertel in der Nähe des Kawasaki Bahnhofs. Die Stadt weiß auch, wie sie das Feiern zelebrieren kann, etwa bei einigen der faszinierendsten Festivals Japans – darunter eine der größten Halloween-Feiern des Landes sowie das eher skurrile „Festival des Stahlpenis“, das jeden April am Kanayama-Schrein stattfindet.
Die Menschenmassen in Kawasaki vermeiden – Geheimtipps für Naturliebhaber
Obwohl Kawasaki für seine Industrie bekannt ist, begeistert die Stadt auch durch ihre landschaftliche Schönheit. Bei Nacht erstrahlen die Stahlwerke, Raffinerien und Fabriken stilvoll, während das Japan Open-Air-Dorfbauer-Museum traditionelle japanische Architektur – 25 verträumte, strohgedeckte Häuser – in einer idyllischen ländlichen Umgebung zeigt. Die Hügel und Berge rund um Kawasaki beherbergen malerische Reisterrassen, die eine ruhige, grüne Atmosphäre vermitteln.
Blumenfreunde kommen im Nahiko-Feld voll auf ihre Kosten, das zu bestimmten Jahreszeiten mit Hunderten von Sonnenblumen übersät ist. Im Gebiet Ataka sind die roten Higanbana-Blumen (Judasblumen) weithin bekannt. Während Ihres Besuchs sollten Sie auch den Gyroaku-en-Japanischen Garten besichtigen, der im 15. Jahrhundert von einem buddhistischen Mönch gestaltet wurde. Dieser friedvolle Garten wurde zum Nationalen Kulturgut erklärt und strahlt Ruhe und Harmonie aus.
Kawasaki liegt nur etwa 15 Minuten mit dem Zug von Tokyo entfernt. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit, wobei Frühling und Herbst mit milden Temperaturen punkten – im Winter kann es kalt, im Sommer heiß, feucht und regnerisch sein. Für weitere Ausflüge in der Umgebung der Hauptstadt bieten sich diese besten Tagesausflugsziele an, wenn man in Tokyo bleibt.
