Der Ausdruck „ehrfurchtgebietend“ wird oft verwendet, wenn Menschen Reiseerlebnisse beschreiben. Gewiss gibt es Momente, in denen wir die Welt erkunden und tatsächlich jene allumfassende Verwunderung und tiefe Ehrfurcht gegenüber unserem Planeten und dem darüber hinausgehenden Kosmos empfinden. Die Biolumineszenz zu erleben gehört definitiv dazu. Die Inseln Hawaiis sind dafür ein epischer Ort, und der Sommer ist die ideale Jahreszeit, um dorthin zu reisen.
Biolumineszenz lässt sich am besten nachts im Ozean erleben. Das natürliche Phänomen wird von lebenden Organismen verursacht, die Licht erzeugen und im Wasser wie Tausende winziger Sterne aussehen. An klaren Nächten, wenn die Sterne am Himmel funkeln und die Biolumineszenz ringsum glitzert, fühlt man sich unwillkürlich von einem Hauch Ehrfurcht getragen. Menschen reisen zu wunderschönen Zielen rund um die Welt in der Hoffnung, Biolumineszenz zu erleben, doch gibt es nur wenige Orte, an denen man sie das ganze Jahr über sehen kann. Hawaii hat zwar keine nennenswerte ganzjährige Population dieser Organismen, aber während der Sommermonate ist es möglich, sie zu beobachten.
Die atemberaubenden Meerblicke, für die die Inseln bekannt sind, wirken im Sommer noch magischer, wenn die biolumineszenten Lebewesen ihr Spektakel aufführen. Wenn Sie eine Reise nach Hawaii in den warmsten Monaten des Jahres planen, lohnt es sich sehr, etwas Zeit dafür einzuplanen, dieses natürliche Wunder zu beobachten.
Wie man biolumineszente Meerblicke in Hawaii sieht
Biolumineszenz ist die Bezeichnung für Licht, das von lebenden Organismen erzeugt wird, und sie gehört zu den schönsten nächtlichen Wundern der Natur. Wissenschaftlich betrachtet sind Glühwürmchen zwar biolumineszente Lebewesen, aber wenn die meisten Menschen von Biolumineszenz sprechen, geht es um Licht, das von Meerestieren erzeugt wird. „Biolumineszenz ist Licht, das durch eine chemische Reaktion innerhalb eines lebenden Organismus entsteht. Biolumineszenz ist eine Form der Chemilumineszenz, was einfach der Begriff für eine chemische Reaktion ist, bei der Licht entsteht“, erklärt die Website des National Geographic. Der Prozess tritt am häufigsten bei Meerestieren auf. Es gibt Arten von Fischen, Bakterien, Schalentiere und Quallen, die in der Lage sind, Licht durch diesen chemischen Prozess zu erzeugen.
Es gibt viele verschiedene Lebewesen, die Licht im Ozean erzeugen können, und einige von ihnen leben in den tiefsten, dunkelsten Tiefen des Meeres. Das Licht kann in ganz unterschiedlichen Farben erscheinen, abhängig davon, welches Tier es erzeugt. Im Meer zeigt es sich üblicherweise in einem Blaugrün-Ton. Die Biolumineszenz, nach der Reisende oft Ausschau halten, stammt von Phytoplankton, einer Art Algen.
„Menschen sehen Biolumineszenz überwiegend durch eine physische Störung ausgelöst, etwa durch Wellen oder einen sich bewegenden Bootsrumpf, wodurch das Tier sein Licht zeigt. Oft leuchten Tiere jedoch als Reaktion auf einen Angriff oder um einen Partner anzulocken“, erklärt die Smithsonian National Museum of Natural History. Damit die Algenblüten, die Biolumineszenz verursachen, entstehen, benötigen die Phytoplankton ruhiges, warmes Meerwasser. In Hawaii passiert dies vor allem in den Sommermonaten. Buchten und Lagunen gehören zu den besten Orten, um das Phänomen zu beobachten.
Planung Ihrer Reise
Die hawaiianische Sommersaison erstreckt sich von Mai bis Oktober. Das Klima ist das ganze Jahr über warm und angenehm, doch der Sommer bietet mit dem besten Wetter die ideale Reisezeit. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken nur etwa 10 Grad zwischen Sommer und Winter, doch dieser kleine Temperaturunterschied schafft die Bedingung, unter der die Biolumineszenz im Meer auftritt. Die besten Chancen hat man, wenn man die Inseln zwischen Juni und August besucht. Die Lichtshow tritt nicht jede Nacht auf, aber wenn sie kommt, ist sie magisch.
Um Ihre Chancen zu maximieren, die beeindruckenden biolumineszenten Meerblicke Hawaiis zu erleben, planen Sie Ihre Reise idealerweise um den Neumond herum. Die Nächte rund um den Neumond bieten ebenfalls gute Gelegenheiten, die leuchtenden Wellen zu beobachten. Gehen Sie zum Strand oder unternehmen Sie Ihre Tour rund um Ebbe oder kurz danach, wenn die Wellen die winzigen Organismen näher an den Strand drücken. Sie müssen das Leuchten vielleicht erst registrieren, wenn sich Ihre Augen richtig an die Dunkelheit angepasst haben. In unserer modernen Ära sind wir es gewohnt, helles Licht zu sehen, daher kann die subtile Beleuchtung im Meer schwer zu erkennen sein, wenn Sie ständig Ihr Handy prüfen.
Maui gehört zu den besten Orten, um Biolumineszenz zu sehen. Erkunden Sie die abgelegenen Strände an der Nord- und Westküste der Insel. Der Makena Landing Park im Süden von Maui ist eine weitere hervorragende Wahl. In Olowalu gibt es eine spezielle Tour, bei der Sie in klaren Kajaks aufs Meer hinausfahren, um leuchtende Meeresbewohner zu beobachten. Die Tour heißt Sunset/Glow Clear Kayak Tour und wird von Gabriel’s Ohana betrieben. Kona, auf Hawaii Volcanoes, der Big Island, ist ein weiterer Ort, an dem man die leuchtenden Wellen im Meer beobachten kann.