Dieser atemberaubende kalifornische Staatspark mit bunten Schluchten ist bei Einheimischen beliebt

This Stunning California State Park With Colorful Canyons Is A Favorite Among Locals

12. August 2026





Mit 283 State-Parks in Kalifornien zur Auswahl (einschließlich drei neuer Standorte) sollte es nicht allzu schwer sein, eine zu finden, die Ihren Interessen entspricht. Kalifornien verfügt über mehr State Parks als jeder andere Bundesstaat und erstreckt sich von der felsigen Küste des Pelican State Beach im Norden bis zum Border Field State Park an der US-amerikanischen Grenze im Süden. Zwischen diesen Extremen liegt der farbenfrohe, oft unterschätzte Red Rock Canyon State Park.

Der Park umfasst mehr als 27.000 Hektar im Kern County und begeistert das ganze Jahr über mit einer farbenprächtigen Szenerie: rote Sandsteinfelsen, gestreifte Türme und dichte Teppiche blühender Wildpflanzen, die die trockene Wüstenlandschaft im Frühling zum Leuchten bringen. Seine beeindruckende Kulisse ist jedoch nicht der einzige Grund, warum er bei Einheimischen so beliebt ist. Nur wenige Autostunden von Los Angeles entfernt, bleibt er im Vergleich zu bekannteren Parks vergleichsweise überschaubar, was ihn ideal für ein spontanes Wochenendabenteuer macht.

Ursprünglich Heimat des Kawaiisu-Volkes, wurde der Park 1968 zu einem California State Park. Die Farbenpracht und Form der Felsformationen waren so markant, dass sie in den 1870er Jahren als Orientierungspunkte für 20-Maultier-Wagen auf dem Weg durch die Gegend dienten. Etwa 35 Meilen südlich von Ridgecrest entlang der Highway 14 gelegen, befindet sich der Red Rock Canyon State Park am westlichen Rand der Mojave-Wüste. Ein alternativer Flughafen zu LAX wäre der Meadows Field Airport in Bakersfield, etwa 85 Meilen entfernt.

Erkundung des Red Rock Canyon State Park

Auch wenn der Ort etwas entlegen wirkt, gibt es zahlreiche Gründe, sich auf den Weg zum Red Rock Canyon State Park zu machen. Wer die farbenfrohen Felsformationen und engen Schluchten kennt, dem könnten sie aus Filmen wie „Jurassic Park“ oder aus mehr als 150 weiteren Produktionen bekannt vorkommen, die hier gedreht wurden. Echte Paläontologen finden hier außerdem Fossilien ausgestorbener Tiere, deren Alter Millionen Jahre beträgt – einige davon sind im Besucherzentrum ausgestellt und winken mit Geschichten aus längst vergangener Zeit.

Der beste Weg, die Schluchtenlandschaft in ihrer ganzen Pracht zu erleben, ist das Wandern auf den Wegen und das Beobachten von Wildtieren. Der Hagen Canyon Nature Trail mit 1,2 Meilen Länge ist eine einfache Runde, die die eindrucksvollen roten Felswände sowie berühmte Formationen wie Turk’s Turban und Camel Rock umfasst. Frühaufsteher oder Sonnenuntergangsfotografen werden hier mit spektakulären Motiven belohnt. Im Frühjahr verwandeln Goldfelder den Canyonboden zusammen mit Desert Royale Lupine und Desert Monkeyflower in ein farbenfrohes Spektakel. Geologie-Fans können den 0,9 Meilen langen Red Cliffs Trail genießen, auf dem sich die Schichten aus Sandstein und vulkanischem Gestein in den gestreiften Klippen zeigen.

Der 8,9 Meilen lange Nightmare Gulch Loop Trail führt durch einige der markantesten Schluchten des Parks – eine wunderbare Reise für Entdecker. Wer Abenteuerlust verspürt, sollte seinen Hut aufsetzen und versteckte Winkel und Trampelpfade erkunden. Anders als in manch anderen State Parks darf man hier auch außerhalb der Wege wandern, doch ein wenig Orientierungssinn ist hilfreich. In der Mojave-Wüste leben außergewöhnliche Tierarten: Wüsten-Schildkröten, Echsen, Roadrunners, Luchse (Bobcats) und Kojoten. Viele Tiere zieht es zu den umgebenden Joshua-Baum-Gestrüpp, das zusätzlichen Schatten bietet und Schutz spendet.

Planung Ihres Abenteuers im Red Rock Canyon

Der Red Rock Canyon State Park, nicht zu verwechseln mit dem Red Rock State Park in Arizona oder dem Red Rock Canyon in Nevada, gehört zu den besten Orten Südkaliforniens, um die Nacht zu genießen – hier zählen einige der dunkelsten Himmel der Region. Sternenbegeisterte sollten sich dem Ricardo Campground zuwenden, denn dort gibt es die besten Aussichten; regelmäßig finden dort Sternenpartys der China Lake Astronomical Society statt. Eingebettet in die dramatische Kulisse der White House Cliffs bietet der Campingplatz rund 50 primitive Stellplätze mit Feuerstellen und Picknicktischen. Das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ gilt hier; die Stellplätze kosten ab 25 USD pro Nacht.

Wenn Sie als Tagesgast einen Picknicktisch suchen, gehen Sie ins Besucherzentrum, wo es einige schattige Bereiche gibt. Falls der Ricardo Campground ausgebucht ist, gibt es in der Nähe kostenfreie dispersed camping-Möglichkeiten auf Land des Bureau of Land Management in Jawbone Canyon, Dove Springs und Last Chance Canyon. Andernfalls finden Sie in Ridgecrest eine Auswahl an Hotels sowie einige beliebte lokale Restaurants wie Olvera’s für mexikanische Küche oder Mon Reve für französisch inspirierte Gerichte.

Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet, der Eintritt beginnt bei 6 USD. Hunde sind im Campingplatz, in den Picknickbereichen und auf Straßen erlaubt, jedoch nicht auf Wanderwegen. Die Mojave-Wüste bringt extreme Temperaturen mit sich, die im Sommer deutlich über 38°C steigen können, während sie nachts im Winter unter den Gefrierpunkt fallen. Die beste Reisezeit ist daher Frühling oder Herbst, wenn das Wetter weniger hart ist. Dennoch sollten Sie immer ausreichend Wasser dabeihaben, sich in Schichten anziehen und im Sommer auf Klapperschlangen achten.



Lukas Reinhardt