Beinahe jedes Winterhalbjahr gehen Bilder eines scheinbar eingefrorenen Niagara Falls viral – und ja, so dramatisch wirkt es auch im echten Leben. Niagara Falls gehört zu den schönsten Reisezielen Kanadas. Aber technisch gesehen frieren die Wasserfälle nie vollständig durch.
Die 3.160 Tonnen Wasser, die ständig über den Rand fließen, machen ein vollständiges Gefrieren von oben nach unten nahezu unmöglich. Was gefriert, ist die obere Schicht, wodurch es so aussieht, als würde der gesamte Wasserfall zu Eis erstarren, während dahinter das Wasser weiterrauscht. Selbst der Nebel erzeugt riesige Eisschollen, Eiszapfen und einzigartige Formationen, was die Dramatik noch erhöht. Menschen aus der ganzen Welt kommen, um dieses Spektakel selbst zu erleben.
Wie kalt muss es also wirklich sein? Es gibt keine magische Temperatur, doch längere Kältephasen sind der Schlüssel. Wenn die Tageshöchsttemperaturen mehrere Tage unter dem Gefrierpunkt bleiben – etwa ca. −7 bis −1 °C (entsprechend 20–30 °F) –, hat das Eis Zeit, sich aufzubauen. Unter den richtigen Bedingungen kann es bis zu 12 Meter dick werden. Die dramatischsten Szenen zeigen sich in der Regel im Januar und Februar, wenn sich Kälte über mehrere Tage hält, statt nur an einzelnen kalten Tagen.
How to get the best view of frozen Niagara Falls
Man kann das eingefrorene Niagara-Fälle von beiden Grenzseiten aus sehen. Auf der US-Seite präsentiert sich der Niagara Falls State Park den ganzen Winter über mit eisigen Wegen, die deutlich ruhiger sind als im Sommer. Die Blicke auf die American Falls und Bridal Veil Falls wirken besonders eindrucksvoll, wenn sich Eisverhäufungen bilden.
Die kanadische Seite bietet eine panoramische Sicht auf alle drei Wasserfälle und Horseshoe Falls beeindruckt durch seine schiere Größe. Insgesamt sind die Wintermassen geringer, Parken ist einfacher, und man kann länger verweilen, ohne sich gehetzt zu fühlen oder um eine gute Sicht kämpfen zu müssen – ein großer Vorteil, wenn man epische Fotos machen möchte. Unabhängig davon, wann Sie Niagara Falls besuchen, gibt es auf beiden Seiten Touristenfallen, die man meiden sollte.
Wenn es Ihr Budget zulässt, lohnt es sich, in ein Zimmer mit Blick auf die Fälle zu investieren. Hunderte von Lichtern erhellen die Fälle jede Nacht, und sie wirken noch imposanter, wenn sie gefroren sind. Und natürlich ist ein weiterer großer Vorteil eines Zimmers mit Blick auf die Fälle, dass man sie auch im Komfort eines gemütlichen Hotels genießen kann, statt draußen in der Kälte zu bleiben. Vergessen Sie nicht, bequeme Wanderschuhe mit gutem Halt einzupacken, denn der Boden kann durch den Nebel glatt werden. Hier sind sechs sehenswerte Attraktionen rund um die Niagara-Fälle.
