Reisende, die zu einigen der meistbesuchten Ziele Europas unterwegs sind, sollten sich auf strengere Sicherheitsänderungen einstellen, die Reisepläne stören und längere Verzögerungen verursachen könnten. Während die Europäische Union ihr neues Ein- und Ausreisesystem (EES) — ein digitaler Grenzprozess, der die Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Reisenden registriert — einführt, werden Identitätsprüfungen und strengere Visumsüberprüfungen in beliebten Ländern wie Spanien, Frankreich, Italien, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Polen und mehr angewendet, was Bürger außerhalb der EU betrifft. Und nun hat das britische Foreign, Commonwealth & Development Office (FCDO) eine neue umfassende Reiseberatung veröffentlicht, die britische Reisende vor strengeren Grenzkontrollen im gesamten Schengen-Raum und in anderen Teilen Europas warnt, nachdem Sicherheitsbedenken zugenommen, Asylanträge gestiegen und politischer Druck auf die Grenzaufsicht gewachsen ist.
Als die Reisehinweise in Kraft traten, haben Reisende bereits längere Warteschlangen an einigen der größeren Flughäfen Europas erlebt. Der Airports Council International Europe sagte (via VisaHQ), dass die Bearbeitungszeiten an den Grenzkontrollen seit der Einführung der biometrischen Prüfung des EES im Oktober 2025 um 70% gestiegen seien, was längere Warteschlangen und frustrierte Passagiere zur Folge habe. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie Ihre perfekte europäische Reiseroute bereits geplant haben, möglicherweise Ihre Pläne ändern müssen, um mehr Zeit einzuplanen und sicherzustellen, dass Ihre Dokumente in Ordnung sind, einschließlich Visa, Identifikation und Registrierung biometrischer Daten.
Wie strengere Grenzkontrollen europäische Länder beeinflussen
Da diese europäischen Länder zu strengeren digitalen Grenzkontrollen übergehen, werden biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Fotos bei Nicht-EU-Reisenden zur Standardpraxis, während das Stempeln von Pässen schrittweise ausläuft. Der visumsfreie Eintritt besteht zwar weiterhin, aber er geht nun mit einer erforderlichen Vorabgenehmigung aus dem European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) einher. An den Grenzkontrollen darf man weniger Toleranz und Flexibilität erwarten, wenn Unterlagen fehlen oder Aufenthalte überschritten werden.
So sieht es in einigen der beliebtesten europäischen Länder aus. Als eines der meistbesuchten Reiseziele der Welt spürt Spanien bereits den Druck auf die Grenz-Infrastruktur. Obwohl es innerhalb des Schengen-Raums keine routinemäßigen Sicherheitskontrollen gibt, ist die biometrische Registrierung für Nicht-EU-Reisende Pflicht. Obwohl die Schweiz nicht Teil der EU ist, gehört sie zum Schengen-Raum und hat – wie Spanien – strengere Grenzkontrollen eingeführt, die biometrische Kontrollen umfassen. In Frankreich könnten strengere Visabestimmungen und verstärkte Grenzkontrollen bedeuten, dass zusätzliche Unterlagen erforderlich sind, die nachweisen, dass Sie bereits über Unterkunft und Reiseversicherung verfügen.
In Italien haben sich nach den jüngsten Terroranschlägen im Land die Sicherheitsmaßnahmen in vielen öffentlichen Bereichen und in touristischen Bereichen erhöht. Deutschland war ebenfalls von jüngsten Anschlägen betroffen und hat die Identitätsprüfungen an Grenzen und an großen Verkehrsknotenpunkten erhöht. Da Polen an die Ukraine grenzt, gibt es bereits verschärfte Grenzkontrollen und die Überprüfung von Reisedokumenten, insbesondere dort, wo Militäreinsätze in der Nähe der polnischen Grenze stattgefunden haben. Österreich, das zu den sichersten Ländern gehört, ist zwar nicht an die Ukraine grenzt, aber seine Nachbarn Slowakei und Ungarn tun dies, was an bestimmten Grenzabschnitten zu erhöhter Wachsamkeit führt.
Wie man sich auf Grenzbeschränkungen bei der nächsten Reise nach Europa vorbereitet
Wie genau werden diese Veränderungen Ihre nächste Reise nach Europa beeinflussen? Einfach gesagt, es wird unvermeidlich zu längeren Verzögerungen und Warteschlangen kommen, insbesondere in Spitzenreisemonaten und an größeren internationalen Flughäfen. Es gibt jedoch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen, die Sie im Voraus treffen können, und mit ein wenig Vorbereitung werden Sie europäische Flughäfen leichter passieren und Frustrationen auf ein Minimum reduzieren. Zunächst sollten Ihre Reisedokumente gültig, aktuell und im Einklang mit den Vorschriften und Sicherheitsprotokollen der einzelnen Länder sein. Laut ETIAS-Regeln müssen visumfreie Reisende eine Online-Reisegenehmigung beantragen, und Sie benötigen die Genehmigung, bevor Sie an Bord gehen.
Sie sollten außerdem über lokale Nachrichten auf dem Laufenden bleiben und den Anweisungen der örtlichen Behörden folgen, insbesondere in Regionen mit politisch instabilen Verhältnissen. Beim Grenzübertritt in ein EU-Land gelten die EES-Regeln, und Sie müssen biometrische Daten registrieren – Fingerabdrücke oder ein Gesichtsbild. Um diesen Prozess so zügig wie möglich zu gestalten, sollten Sie alle Ihre Unterlagen bereithalten und sich ausreichend Zeit für Verzögerungen, zusätzliche Kontrollen oder Sicherheitsfragen einplanen. Fluggesellschaften in Frankreich haben Passagiere bereits darauf hingewiesen, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu erscheinen, wenn Sie weiterreisen. Und in manchen Fällen sollten die Unterlagen auch Nachweise über Unterkunft, Versicherung und Rückreise enthalten.

